Völlig losgelöst schwebt der Vorstand

Völlig losgelöst schwebt der Vorstand

Das scheint nicht nur für Peter Schillings Major Tom zu gelten. Wenn man sich die Vorkommnisse um Winterkorn und Konsorten genauer ansieht, dann bekommt man das Gefühl, dass viele Menschen völlig die Bodenhaftung verloren haben. Wohlwissend, dass Ferndiagnosen immer problematisch sind, entsteht trotzdem der Eindruck, dass zu viele Menschen der Erreichung selbstgesteckter Organisationsziele alles andere unterordnen.

Wer kritische Stimmen oder gar Kritik an der Vorgehensweise aus dem eigenen Umfeld äußert, wird in der Regel mit der geballten Macht der Funktionsautorität niedergebügelt. Diese Vorgehensweise sichert dem Unternehmen bzw. der Organisation möglicherweise kurzfristige Erfolge, langfristig sind die Schäden aber ungleich höher. Würden diese Menschen mit personaler Autorität statt mit der Macht ihrer Funktionsautorität agieren, ließe sich so manche ökonomische Dummheit vermeiden.

In meinen vorherigen Blogbeiträgen habe ich ausführlich über die Entwicklung von personaler Autorität gesprochen, egal ob wir über VW, über FIFA oder den deutschen Fußballbund reden, die wesentlichen Protagonisten der genannten Organisationen zeigen einen erheblichen Mangel an Transparenz, Konsequenz und Konsistenz. Und über Respekt brauchen wir glaube ich gar nicht reden.

Statt sich mit kritiklosen Ja-Sagern und Erfüllungsgehilfen zu umgeben sind Vorstände klug beraten wenigstens einen Hofnarren an ihrem Hof zu haben. Allein schon deshalb damit ihnen das Schicksal von Major Tom erspart bleibt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Hofnarren und Coach. Bei allem Respekt, Sie müssen aber jeweils mit der Antwort leben können.
 

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